In Litauen zu Staatsehren gekommen, in Frankfurt zur Meisterpianistin geformt: Gabriele Gylytes Weg.

Schon in jungen Jahren, ab den 1990ern hat Gabriele Gylyte derart regelmäßig Wettbewerbserfolge nach Hause nach Vilnius getragen, dass der litauische Präsident Valdas Adamkus ihr 1999 die Ehrenurkunde für musikalische Verdienste verliehen hat. Die Liste ihrer nationalen wie internationalen Auszeichnungen liest sich in der Tat erstaunlich: Ob “N. Rubinstein”-Wettbewerb in Paris (1. Platz), “Virtuosi 2000”-Wettbewerb in Sankt Petersburg (Laureat), ob im Jahr 1999 in Rom ein 2. Platz oder bei “Citta di Marsala” ein Laureat, dazu „Citta di Sulmona“ 2006, S. Vainiunas (in Litauen, mit Diplom), „Musik ohne Grenzen“ 2006 in Litauen (1. Platz) – Gabriele Gylyte stellte sich all diesen Herausforderungen mit großem Erfolg. Selbst beim “Nationalen Liedbegleitungswettbewerb“ wurde sie 2001 mit dem Landsbergis-Preis ausgezeichnet, und beim ebenfalls litauischen Klavierduo-Wettbewerb belegte sie im Jahr 2000 den ersten Platz.

Den Grundstein für diese Karriere hat Gabriele Gylyte in ihrer Heimat Litauen gelegt. Hier studierte sie am Nationalen Kunstgymnasium M. K. Ciurlionis und erwarb 2002 mit Auszeichnung einen Abschluß an der litauischen Staatsakademie für Musik und Theater als Solistin, Musiklehrerin, Kammermusikerin und Liedbegleiterin bei Prof. Petras Geniusas. Sie erhielt Stipendien von verschiedenen litauischen Stiftungen und dem Ministerium für Kultur. Schon vor ihrem Diplom lernte sie bei verschiedenen Meisterkursen den jeweiligen Stil und die Musizierhaltung etlicher renommierter Professoren und Pianisten kennen: Christopher Elton, Patrick O'Byrne, Peter Eicher, Lazar Berman, Bryce Morrison, John Lill, ihnen allen verdankt sie Anregungen unterschiedlichster Art. Ab 2003 studierte sie in Frankfurt am Main und empfing interpretatorischen Impulse von Prof. Lev Natochenny, einem der renommiertesten Klavierprofessoren und anerkanntem „Meistermacher“. Im Jahr 2009 schloss Gabriele Gylyte ihr Studium an der Musikhochschule Frankfurt mit Diplom ab. Seither erweitert sie ihre musikalischen Kenntnisse an der Musikhochschule Mannheim bei Prof. Paul Dan im Fach Kammermusik.

Entsprechend gefragt ist Gabriele Gylytes Können auch bei Konzertveranstaltern. Ihr Repertoire besteht aus verschiedenen Werken für Solo-Piano, Kammermusik und Orchester von west-europäischen und russischen Klassikern. Als Solistin konzertierte Gabriele Gylyte in USA (Chicago, New York), Latein-Amerika (Buenos Aires), Russland, Italien u.a. Mit dem St. Petersburger Kammerorchester, dem Litauischen Nationalen Symphonieorchester und dem Litauischen Musik-Akademie-Kammerorchester, dem Symphonieorchester Wetzlar und den Jungen Symphonikern Frankfurt (Dirig. P. Egorov, R. Servenikas, O. Blüthgen, B. Lingner) ist die Pianistin mit den Klavierkonzerten von J. Haydn, S. Rachmaninoff "Rapsodie nach Thema Paganini", Nr. 2 von S. Rachmaninov erfolgreich aufgetretten. Auch spielte sie bei zahlreichen Festivals wie auf dem Pazaislis-Festival, Thomas Mann, Druskininku Sommer (Litauen), dem Sugrizimai-Piano-Festival (Litauen), dem Merano-Festival (Italien), dem Burgos-Festivals (Spanien) und beim Summit Music Festival in New York. Ihre Konzerte wurden im nationalen Radio und Fernsehen aufgenommen und übertragen. Gabriele Gylyte musiziert außerdem mit dem Trio Legato (mit dem Klarinettisten Roman Kuperschmidt und dem Cellisten Christopher Hermann) sowie mit dem Sänger Young Myoung Kwon, AMICI-Quartett. Im Herbst 2008 führte die Pianistin in Vilnius (Litauen) vier W.A.-Mozart-Klavierkonzerte (K413, K414, K415, K449) zusammen mit dem Akademia-Streicher Quartett auf.

Rezensenten charakterisieren Gabriele Gylytes Interpretationsstil mit Begriffen wie “Kantabilität und Transparenz“, „scheinbar mühelose Virtuosität“ und „dauerhafte Energiereserven”. Zu ihrer musikalischen Tätigkeit gehört eine (im Herbst 2007 herausgekommene) CD mit Klaviersolowerken von J.S. Bach, J. Haydn, R. Schumann, S. Prokovfiev, S. Rachmaninoff. Die CD hat bereits positive Beachtung gefunden.

Gabriele Gylyte engagiert sich im künstlerischen Beirat des "International Pianoforum Frankfurt e.V." Sie ist Jury-Mitglied beim internationalen Klavierwettbewerb "Goldene Taste". Ferner widmet sie sich als engagierte Lehrerin der Ausbildung junger Nachwuchstalente.

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